Erika Post ist eine Keramikerin, die "ihren" Werkstoff - Ton -nicht wie es seit Jahrtausenden Brauch ist, zu Gefäßen formt, sondern ihm seine Gestalt läßt. Lediglich zu Quadern, Würfeln, Kugeln oder Bögen gestaltett haben die Arbeiten von Erika Post etwas archaisches, kraftvolles. Die Oberflächen sind aufgerissen, mit Eisenoxid in den Rissen und Schlünden dunkel eingefärbt. So wirken sie, als habe Frau Post ihre Objekte aus ausgetrockneten Lehm- oder Ackerböden geschnitten. Durch eine Patinierung mit Kupferoxid erhalten die Objekte eine rostrote Oberfläche, ähnlich dem Rost auf Eisen.

Erika Post´s setzt oft mehrer Objekte aufeinanden, reisst sie in der Mitte auf, drückt sie ein, so dass sich beim Betrachter immer neue Ansichten eröffnen. Die Keramiken sind hoch gebrannt und daher frostsicher.